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Prof. Dr. Emil Kautzsch

Textbibel

Das Alte Testament

Psalm 32.

Die Seligkeit der Sündenvergebung.

1 Von David. Ein Maskil.
Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde bedeckt ist!
2 Wohl dem Menschen, dem Jahwe Verschuldung nicht zurechnet,
und in dessen Geiste kein Falsch ist!
3 Da ich schwieg, schwanden meine Gebeine
durch mein unaufhörliches Stöhnen.
4 Denn Tag und Nacht lastete deine Hand auf mir;
mein Lebenssaft verwandelte sich durch Sommergluten.   Sela.
5 Meine Sünde bekannte ich dir und verhehlte meine Verschuldung nicht.
Ich sprach: "Ich will Jahwe meine Übertretungen bekennen"!
Da vergabst du mir meine Sündenschuld.   Sela.
6 Darum soll jeder Fromme zu dir beten zu der Zeit, da du dich finden lässest;
ob auch große Gewässer einherfluten, werden sie doch ihn nicht erreichen!
7 Du bist mein Schirm, wirst mich vor Not behüten;
mit Rettungsjubel wirst du mich umgeben.   Sela.

8 Ich will dich belehren und unterweisen über den Weg, den du gehen mußt;
ich will dich beraten, indem über dir mein Auge wacht.
9 Seid nicht wie Rosse, wie Maultiere, die keinen Verstand haben;
mit Zaum und Kappzaum, ihrem Geschirr, müssen sie gebändigt werden,
sie nahen sich sonst nicht zu dir.
10 Der Gottlose hat viele Plagen;
wer aber auf Jahwe vertraut, den wird er mit Gnade umgeben.
11 Freut euch über Jahwe und frohlockt, ihr Frommen,
und jubelt alle, die ihr redliches Herzens seid!